Mit dem Deutsch-LK auf Gespensterjagd im Deutschen Theater

 

Nach dem Besuch der Aufführung des naturalistischen Dramas „Vor Sonnenaufgang“ im Theater an der Parkaue haben wir uns für ein weiteres naturalistisches Stück entschieden – „Gespenster“ vom norwegischen Dramatiker Henrik Ibsen. Noch beeindruckt vom Stück „Vor Sonnenaufgang“ mit seiner werktreuen Interpretation erlebten wir dieses Mal einen etwas anderen Theaterbesuch. Es ging nicht nur um Ibsens „Gespenster“, sondern auch Strindbergs „Der Vater“ und Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ wurden ineinander verwoben auf die Bühne gebracht.

 

Es war nicht immer einfach, der z. T. zusammenhangslosen Handlung zu folgen, aber die moderne Inszenierung, das Bühnenbild, die Lichttechnik sowie die großartigen schauspielerischen und musikalischen Leistungen haben uns begeistert.

 

In der anschließenden Auseinandersetzung mit verschiedenen Rezensionen zum Theaterstück können wir uns vor allem Barbara Behrendt (kulturradio) anschließen: Man versucht den Gespenstern zu folgen und verlässt das Theater verwirrt, aber dennoch beeindruckt.

 

So unterschiedlich kann Theater also sein – werktreue Wiedergabe und Orientierung an der literarischen Vorlage, aber auch collagenartiges Durchmischen verschiedener Werke in einem modernen Regietheater. Was bleibt? – Lust und Neugier auf Theater in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen.

 

Text: Deutsch LK Q4 (Frau Weber) – Fatou, Lena, Michelle, Nino, Ricky, Jan, Paul

 

Foto (Deutsches Theater): Arno Declair (auf dem Bild: Ben Hartmann, Edgar Eckert)