Unser Sommerfest

 

Von Hannah Kaline, 9S4

 

Wir sind unter freiem Himmel, das Wetter ist gut, die Sonne scheint. Es riecht nach Waffeln und Kuchen, überall sieht man Lehrer und Schüler, die in Grüppchen beieinanderstehen und sich unterhalten. Es sind viele Stände – wie auf einem Markt aufgebaut, und es fällt auf, dass es viele Angebote gibt. Einige Schüler versuchen, im „Amateur-Marktschreier-Stil“ ihre Ware zu verkaufen.

 

So in etwa ist die Atmosphäre auf unserem Sommerfest, welches am 14. Juli 2017 von 13 bis 15 Uhr auf unserem Schulhof stattgefunden hat. Es gibt viele Stände mit Essen, oft Kuchen, aber auch bei Getränken wird einem jeder Wunsch erfüllt: Am Stand der 7S1 kann man Cocktails kaufen, und an einem Stand der Oberstufe wird man mit verschiedenen Smoothies verwöhnt. Selbstverständlich gibt es auch für alle, die auf die exquisiten Getränke verzichten möchten, die Standards: Kaffee, Wasser und Cola.

 

Unter den Essensständen fällt uns vor allem der „Asienstand“ auf. Angelina, eine Schülerin aus der 7S2, sagt uns, dass sich die Schüler ihrer Klasse gemeinsam bei der Auswahl von den fünf Kontinenten für Asien entschieden haben. Aus diesem Grund verkauft die Klasse hier asiatisches, russisches und türkisches Essen.

„Wir haben zum Beispiel Sushi, gebackene Bananen und Börek – alles selbst gemacht“, verrät uns Leona, Angelinas Mitschülerin.

Das verlockende Aussehen des Essens an dem Stand bringt Lea und mich gleich dazu, mal etwas zu kosten. Der Börek schmeckt uns beiden sehr gut.

 

Dieser Stand hat mit seiner bunten Vielfalt an Angeboten voll ins Schwarze getroffen. Denn „Sport is(s)t Vielfalt“ ist das Motto des diesjährigen Sommerfestes. Wir hören und befragen viele Schüler und stellen dabei fest, dass viele überhaupt nicht wissen, dass es ein Motto bei dem Sommerfest gibt.

 

Trotz alledem findet man eine bunte Mischung an Angeboten.

 

Am Stand der 8S1 zum Beispiel kann man sich alles, was man vorher gegessen hat, weghüpfen, oder man hüpft zuerst und belohnt sich dann mit etwas Leckerem oder einem Erfrischungsgetränk.

Der Erlös, den die 8S1 sich mit dem Trampolinhüpfen verdient, geht übrigens nicht in die eigene Kasse, verrät uns Saskia, die mit ihrer Klasse das Trampolinhüpfen betreut. „Das Geld wird an die Stiftung gespendet, das Geld ist für ein Waisenhaus in Uganda“, sagt sie.

Diese Klasse ist nicht die Einzige, die ihren Erlös für diesen Zweck spendet.

Auch viele andere Klassen, die wir fragen, was sie mit ihren Einnahmen machen, sagen uns, dass sie an die Stiftung spenden.

Nach dem Trampolinhüpfen kann man sich am Stand der 9S3 eine Pause gönnen und ihre selbst gezeichneten Porträts bewundern. Es gibt auch einen Stand, an dem man sich Schulkleidung angucken und kaufen kann, wenn man möchte.

Für die Quiz- und Lernfreudigen gibt es den Stand der Wahlpflichtfachfächer Spanisch und Französisch. Dort kann man seine ersten Spanischvokabeln lernen oder sein Wissen über Frankreich beweisen. Zur Belohnung gibt es noch einen kleinen Preis in Form von spanischen Süßwaren.

 

„Das haben sie wunderbar gemacht“, ist das Fazit von unserem Schulleiter Herr Rösner über das Sommerfest. „Es haben sich alle ganz viel Mühe gegeben und ihre Ideen gut umgesetzt“, so Herr Rösner.

 

Im Großen und Ganzem kann ich mich dem nur anschließen. Ich hätte mir mehr Aktionen gewünscht   und ein bisschen weniger Kuchenstände, aber so ist es auch schön.

 

Ich gehe mit einem vollen Bauch, gefüllt mit vielen Leckereien nach Hause und freue mich schon auf nächstes Jahr.

 

Unser Sommerfest am 14.07.2017

 

Von Lea Schönefeld, 9S4

 

Sehr lebendig ist der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man auf dem Schulhof, mitten zwischen den Sommerfestständen der Sportschule im Olympiapark, steht. Kinder rennen umher, Menschen beschauen die vielen Stände oder stehen lachend und quatschend auf dem Hof verstreut. „Sport is(s)t Vielfalt“ ist das diesjährige Motto unseres Sommerfestes, und wir haben versucht, uns das Fest mal etwas genauer anzuschauen, damit man eine bessere Vorstellung von dem Ganzen bekommt.

 

Nahe dem Eingang können wir ein paar Kinder auf einem großen Trampolin umherhüpfen sehen. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8S1 erzählen uns, dass Frau Schönemann, deren Klassenlehrerin, das Trampolin schon für das letzte Sommerfest gekauft hat. Nachdem uns die Schüler erklärt haben, dass das Geld, was sie einnehmen, vermutlich für den Bau eines Waisenhauses in Uganda gespendet wird, schauen wir weiter zu einem Fremdsprachenstand. An diesem kann man französische oder spanische Spiele spielen. Wir probieren unser Glück mal an einem Frankreich-Quiz. Von vielen Fragen hat man schon gehört, doch bei einigen muss man raten, aber im Grunde ist es witzig. Jetzt wissen wir zum Beispiel, dass der Eiffelturm zur Weltausstellung 1889 gebaut wurde.

 

Der nächste Stand fällt einem direkt ins Auge, weil er mit bunten Girlanden, tropischer Dekoration und sogar mit einem Strandsonnenschirm ausgestattet ist. In einem kurzen Gespräch mit den Schülerinnen einer siebten Klasse unserer Schule zeigen sie uns, dass sie nicht nur Cocktails und Säfte verkaufen, sondern dass man bei ihnen auch Sackhüpfen und Eierlaufen kann. Wir probieren natürlich ein Spiel aus und rennen mit einem Tennisball (nicht mit einem Ei) auf dem Löffel um die Wette. Man hätte gar nicht gedacht, wie schwierig es ist, schnell zu laufen und dabei nicht den Ball zu verlieren. Bei unserem Endspurt ist der Ball dann doch irgendwie vom Löffel gehüpft, zum Glück aber erst nach der Ziellinie. Am Ende dürfen wir uns eine kleine Süßigkeit als Preis aus einer Schüssel nehmen.

 

Wenn man seinen Blick über das Sommerfest schweifen lässt, kann man hauptsächlich Essensstände sehen. Von Obstsalat über Würstchen bis zu Kuchen ist alles dabei, eine Klasse verkauft sogar Spezialitäten des Kontinents Asien, was vielleicht schon mehr zu unserem Motto passt.

 

Doch weiter hinten entdecken wir einen Stand, der auch interessant aussieht: Unter einem Zelt steht ein echtes Ruderergometer, das man natürlich ausprobieren darf. In einem Interview mit einem Mitarbeiter und Ex-Poelchau-Schüler von der Firma „Augletics“, die diese Ergometer entwickelt, wird uns erklärt, dass diese Geräte mit Olympiasiegern entworfen werden und dass das Exemplar, das man hier Probe fahren darf, erst im Oktober auf den Markt kommt. Das Besondere an diesem Ruderergometer soll der elektrodynamische Widerstand sein, doch diese Einzelheiten sollte man sich lieber von einem Fachmann erklären lassen.

 

Als wir unseren Rundgang über das Sommerfest beendet haben, werden wir freundlich eingeladen, eine türkische Spezialität namens Börek zu kosten, welches eine Teigstange mit Schafskäsefüllung ist, die wir natürlich gerne annehmen.

 

Wir können sagen, dass uns das Sommerfest unserer Schule gut gefallen hat. Es herrschte eine fröhliche Stimmung und alle waren sehr freundlich. Wir hätten uns vielleicht ein paar weniger Essensstände und dafür ein wenig mehr Aktionen gewünscht. Trotzdem war es rundum ein gelungenes Schulfest 2017.

 

Uns ist außerdem aufgefallen, dass die meisten Schüler, wenn man sie nach dem Motto unseres Schulfestes gefragt hat, keine Ahnung hatten, dass es überhaupt eines gibt. Das Motto ist dann vielleicht doch etwas untergegangen.

 

Alles in allem aber hat es, denken wir, allen Spaß gemacht – und das Wetter hat zum Glück auch mitgespielt.